Zahnimplantate in Wien
feste, natürliche Zähne.
Navigierte Implantatchirurgie mit 3D-CBCT und Bohrschablone. Vom Einzelzahn über Knochenaufbau bis zum All-on-4-Konzept. Überlebensrate >95% nach 10 Jahren.
Implantologie
Was kostet ein Zahnimplantat?
Ablauf der Implantation, Zahnimplantat trotz Knochenabbau (Knochenaufbau), All-on-4 – feste Zähne, Zahnimplantat oder Brücke?, Schmerzen & Einheilung.
Unser Grundsatz: Zahnerhalt hat Vorrang. Bevor wir implantieren, prüfen wir immer, ob der eigene Zahn noch gerettet werden kann.
Klinische Indikationen
Wann ist ein Implantat die richtige Lösung?
1
Einzelzahnlücke
Implantatgetragene Einzelkrone — ersetzt den fehlenden Zahn, ohne gesunde Nachbarzähne für eine Brücke beschleifen zu müssen. Knochenerhalt am Implantatort.
2
Schaltlücke / Mehrere Zähne
Implantatgetragene Brücken vermeiden herausnehmbare Teilprothesen. Festsitzender Komfort, natürliche Ästhetik, physiologische Knochenbelastung.
3
Freiendlücke
Ohne distalen Pfeiler ist das Implantat häufig die einzige festsitzende Lösung am Ende der Zahnreihe. Konventionelle Brücke hier nicht möglich.
4
Zahnloser Kiefer (All-on-4)
Vier bis sechs strategisch gesetzte Implantate tragen einen vollständigen festsitzenden Zahnbogen. Sofortbelastung in geeigneten Fällen möglich.
5
Prothesenunverträglichkeit
Implantatretinierte Deckprothesen oder festsitzende Versorgungen bei Insuffizienz herausnehmbaren Zahnersatzes. Signifikant verbesserter Halt und Komfort.
6
Prävention Knochenatrophie
Nur ein osseointegriertes Implantat überträgt funktionelle Belastung auf den Alveolarknochen und verhindert die progressive Resorption nach Zahnverlust.
Voraussetzungen
Erfolgreiche Implantation — was muss gegeben sein?
Osseointegration — das direkte Einwachsen des Implantats in den lebenden Knochen ohne Bindegewebe — setzt bestimmte Bedingungen voraus:
Knochen
Ausreichendes Knochenangebot
Implantat benötigt in allen drei Dimensionen genügend Knochen. Wenn unzureichend: Augmentation (GBR, Sinuslift, Blockgraft) — häufig simultan mit Implantation möglich.
Parodontium
Gesundes Zahnfleisch
Aktive Parodontitis muss vor Implantation vollständig therapiert sein. Unbehandelte parodontale Erkrankungen erhöhen das Periimplantitis-Risiko signifikant.
Allgemein
Allgemeingesundheit
Unkontrollierter Diabetes, Bisphosphonat-Therapie, Immunsuppression beeinträchtigen die Osseointegration. Rauchen: 2–3-fach erhöhte Verlustrate (evidenzbasiert).
Digitale Präzision
Navigierte Implantatchirurgie
Jedes Implantat wird digital geplant und kann über eine individuell gefertigte Bohrschablone navigiert gesetzt werden — nicht nach Augenmaß.
CBCT-Aufnahme: 3D-Bild des Kieferknochens mit Daten zu Höhe, Breite, Dichte und Lage des N. alveolaris inferior sowie der Kieferhöhle.
Backward Planning: Implantatposition wird unter Berücksichtigung der späteren prothetischen Versorgung festgelegt — nicht umgekehrt.
50–70% weniger Abweichung: Navigierte Implantation reduziert die Abweichung gegenüber Freihandtechnik signifikant (Tahmaseb et al., IJOMI).
Flapless Surgery: Häufig ist eine lappenlose Chirurgie möglich — weniger Schwellung, weniger Schmerz, kürzere Rekonvaleszenz.
Ref.: Jung et al., Clin Oral Implants Res; Tahmaseb et al., Int J Oral Maxillofac Implants
Behandlungsablauf
Von der Erstberatung zum fertigen Zahn
01
Phase 1
Befund & Beratung
CBCT-Aufnahme, vollständiger klinischer und radiologischer Befund. Transparente Besprechung aller Optionen — Kosten, Zeitrahmen, Prognose.
02
Phase 2
Vorbereitende Maßnahmen
Knochenaugmentation bei insuffizientem Angebot. Parodontitis-Therapie vor Implantation. Bei geeigneter Indikation: Sofortimplantation post extractionem.
03
Phase 3
Implantation
20–40 Min. pro Implantat. Lokalanästhesie. Navigierte Insertion via Bohrschablone. Sedierung (i.v. Dämmerschlaf) oder Lachgas auf Wunsch.
04
Phase 4
Osseointegration
8–12 Wochen UK, 12–16 Wochen OK. Direktes strukturelles Einwachsen ohne Bindegewebe. Ästhetisches Provisorium — Sie sind nie ohne Zahn.
05
Phase 5
Prothetische Versorgung
Definitive Krone/Brücke aus Zirkon oder Vollkeramik. Digitaler Abdruck via Intraoralscanner. Backward-Planning-Protokoll für optimale Ästhetik.
06
Phase 6
Nachsorge & Recall
Kontrolle alle 6–12 Monate: Implantatstatus, periimplantäres Knochenniveau, Gingivazustand. Periimplantitis-Screening und Frühintervention.
Augmentative Verfahren
Knochenaufbau — wenn das Fundament fehlt
Häufigstes Verfahren
GBR — Guided Bone Regeneration
Knochenersatzmaterial (z.B. Bio-Oss) + resorbierbare Membran (z.B. Bio-Gide). Der Körper bildet neuen Knochen. Häufig simultan mit Implantation bei moderatem Defekt.
Große Defekte
Autologer Knochenblockgraft
Knochenblock vom Kieferwinkel (Ramus) oder Kinn (Symphyse), fixiert mit Osteosyntheseschrauben. Goldstandard bei ausgeprägter Atrophie. Einheilzeit 4–6 Monate.
Oberkiefer
Sinuslift (Kieferhöhlenbodenanhebung)
Elevation der Schneider-Membran, Auffüllung mit Knochenersatzmaterial. Intern (transcrestal, 5–8mm RBH, minimalinvasiv) oder extern (laterales Fenster, <5mm RBH, 6–9 Mon.).
Vollversorgung
All-on-4 / All-on-6 — feste Zähne an einem Tag
Wissenschaftlich fundiertes Konzept nach Prof. Paulo Maló. Vier strategisch anguliert gesetzte Implantate tragen einen vollständigen festsitzenden Zahnbogen. Die distalen Implantate werden in bis zu 45° geneigt — maximale Verankerung auch bei reduziertem Knochenangebot, häufig ohne zusätzliche Augmentation.
Sofortversorgung: Festsitzendes Langzeitprovisorium kann in vielen Fällen am selben Tag der Implantation eingesetzt werden. Der Patient verlässt die Praxis mit festen Zähnen.
Langzeitdaten: Überlebensraten >95% nach 10 Jahren. Bei höherer Knochenverfügbarkeit: All-on-6 mit sechs Implantaten für zusätzliche biomechanische Sicherheit.
Ref.: Maló et al., Clin Oral Implants Res 2019
Evidenz & Langzeitprognose
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
95–97%
10-J. Überlebensrate Einzelzahnimplantate
>95%
10-J. Überlebensrate All-on-4
20–22%
Periimplantitis-Prävalenz kumulativ
2–3×
Erhöhtes Verlustrisiko bei Rauchern
Risikofaktoren für Periimplantitis: Rauchen, Parodontitis-Vorgeschichte, unzureichende Mundhygiene, fehlende Nachsorge. Unser Recall-Programm (alle 6–12 Monate) ist darauf ausgerichtet, Periimplantitis frühzeitig zu erkennen und zu therapieren — bevor Knochenverlust eintritt.Ref.: Derks & Tomasi, J Clin Periodontol 2015; Schwarz et al., J Clin Periodontol 2018
Implantatmaterialien
Titan oder Keramik?
Goldstandard · >50 Jahre Evidenz
Titan (Grad 4 / Ti-6Al-4V)
Standardwerkstoff seit 1965 (Prof. Brånemark). Umfangreichste Langzeitdaten aller Implantatmaterialien.
Höchste biomechanische Belastbarkeit
Exzellente Biokompatibilität
Vorhersagbare Osseointegration
Langzeitdaten >50 Jahre
Alle Indikationen abgedeckt
Metallfrei · Ästhetisch
Zirkonoxid (ZrO₂)
Metallfreie Alternative für ästhetisch anspruchsvolle Situationen. >95% Erfolgsrate nach 5 Jahren.
Weiße Farbe — natürlicheres Ergebnis
Ideal bei dünnem Gingivabiotyp
Kein gräuliches Durchschimmern
Geringere Plaqueadhäsion (in vitro)
Langzeitdaten >10 J. noch limitiert
Häufig gestellte Fragen
Alles rund ums Zahnimplantat
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Bei sorgfältiger Pflege und regelmäßiger Nachsorge mehrere Jahrzehnte. 10-Jahres-Überlebensrate: 95–97%. Die prothetische Suprakonstruktion (Krone) unterliegt natürlichem Verschleiß und wird typischerweise nach 15–20 Jahren erneuert.
Ist die Implantation schmerzhaft?
Unter Lokalanästhesie in der Regel schmerzfrei. Viele Patienten berichten, dass es weniger belastend ist als eine Zahnextraktion. Postoperativ: leichte Schwellung für 2–5 Tage. Dämmerschlaf und Lachgas auf Wunsch verfügbar.
Kann man auch bei wenig Knochen implantieren?
Ja. Durch GBR, autologen Knochenblockgraft oder Sinuslift können wir in nahezu allen Fällen ein ausreichendes Implantatlager schaffen. Häufig ist die Augmentation simultan mit der Implantation durchführbar.
Wie lange dauert die gesamte Behandlung?
Einzelzahnimplantat ohne Augmentation: ca. 3–4 Monate. Mit Knochenaufbau: 6–9 Monate. All-on-4: festsitzendes Provisorium am OP-Tag, definitive Versorgung nach 3–6 Monaten.
Was ist besser — Implantat oder Brücke?
Implantat: vermeidet Präparation gesunder Nachbarzähne, erhält Knochen. Brücke: evidenzbasierte Alternative, wenn Pfeilerzähne bereits prothetisch versorgt sind. Wir beraten individuell nach klinischer Befunderhebung.
Transparente Kosten: Detaillierter Heil- und Kostenplan vor Behandlungsbeginn. Jede Position einzeln ausgewiesen. Ratenzahlung möglich. Alle Kassen und Privat. Patienten mit Zusatzversicherung erhalten häufig eine Rückerstattung.
Ihr Weg zum Implantat
Persönliches Beratungsgespräch mit CBCT-Diagnostik — transparent, unverbindlich, ohne Zeitdruck. Behandlung auf Deutsch, Englisch und Rumänisch.
E-Mail
office@zahnmedizin
inmariahilf.at
Adresse
Gumpendorfer Str. 87/1
1060 Wien
Öffnungszeiten
Mo–Fr 09:00–17:00
Mi bis 18:30